Freitag, 21. Dezember 2012

Winterarbeiten in Badehose

Auch Radonstollen brauchen ab und an eine besondere Behandlung. Viele Anbieter von Radontherapien nutzen daher die Winterpause, um ihre Therapiestationen fit für die neue Patientensaison zu machen. Angesichts der klimatischen Bedingungen – Temperaturen um 40 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 100 Prozent – geht es dabei etwas unkonventionell zu.

So bietet sich dieser Tage in den Gängen des Gasteiner Heilstollens ein skurriler Anblick: Bauarbeiter, mit Helm und in Badehose, betasten sorgfältig die Felswände, andere lösen mit schwerem Gerät Gestein ab. Einige verlegen sogar Sprengstoff. Wieder andere schieben schwere Güterwagen, in denen sie das Gestein befördern, an die Erdoberfläche.

Was auf Außenstehende wie eine wundersame Parallelwelt wirkt, bedeutet für den Heilstollen jedoch eine sanfte Frischekur. Denn obwohl die Bergwerkstätigkeit ruht, lockert sich fortwährend Gestein, das einmal jährlich abtransportiert werden muss. So gewährleist der Heilstollen die Sicherheit seiner Kurgäste. Nach einer gründlichen Hochdruckreinigung aller Bereiche zeigt sich der Berg ab Januar wieder von seiner besten Seite und ermöglicht Patienten eine wohltuende Radonwärmetherapie.

Wer sich ein Bild von den schweißtreibenden Bergarbeiten verschaffen möchte, hat dazu auf facebook Gelegenheit.


Weitere Informationen unter Gasteiner Heilstollen



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