Donnerstag, 15. Juni 2017

Wandern, Höhenluft und ein Heilstollen lindern Schmerzen

Menschen mit chronischen Schmerzen kämpfen sich meist durch den Alltag. Familie, Beruf und Haushalt verlangen ihnen ihre ganze Kraft ab. Da wird der Urlaub oft zum Rettungsanker, in dem sich wichtige Ressourcen wieder auffüllen lassen. Bestens eignet sich dafür ein Urlaub im Gebirge. Gesundheitswandern auf dem Berg verbessert die Beweglichkeit und die alpine Höhenlage trainiert das Herz-Kreislaufsystem. Zudem finden viele Betroffene auch Hilfe im Inneren des Berges. Im Gasteinertal beispielsweise hat die Natur ein heilendes Klima aus Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und Radon geschaffen.

Gesundheitswandern – Erholung für Körper und Seele

Wandern in der freien Natur baut Stresshormone ab, trainiert behutsam die Ausdauer und kräftigt einzelne Muskelgruppen. Gerade Patienten mit chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat profitieren von den geschmeidigen Bewegungen des Wanderns. Schmerzen werden so gelindert und der Steifigkeit in Gelenken entgegengewirkt. Verbessert werden diese Effekte durch die Ergänzung von Kurangeboten, die aus Bewegungstherapie, muskelentspannenden und krankengymnastischen Programmen bestehen. Sie helfen, wichtige Muskelgruppen durch Dehnung und Kräftigung zu stärken und erkrankte Gelenke zu entlasten. Ein neuer Trend ist das sogenannte Gesundheitswandern. Bei den Wanderungen sorgen gezielte Kräftigungs-, Mobilisations-, Koordinations- und Entspannungsübungen für eine Verbesserung der körperlichen Belastbarkeit.

Höhenluft bringt Herz-Kreislauf in Schwung

Leistungssportler absolvieren regelmäßig ihre Trainings im Gebirge, weil es die Kondition fast wie von selbst verbessert. Doch auch für alle anderen bringt der Aufenthalt in alpinen Höhen einen nachgewiesenen gesundheitlichen Nutzen. Durch den geringeren Luftsauerstoff in den alpinen Lagen, ist der Körper im Ausdauertraining – das wirkt langfristig blutdrucksenkend, obwohl es zunächst häufig zu einer vorübergehenden reaktiven Blutdruckerhöhung kommt. Der Blutdruck sollte daher im Vorfeld kontrolliert und richtig eingestellt sein. Die Höhe wirkt zudem positiv auf Blutbild, Sauerstofftransport, Blutzucker, Blutdruck und Pulsverhalten. Dünne, trockene Luft und eine erhöhte Sonneneinstrahlung stärken zudem das körpereigene Immunsystem.

Mit der Badehose in den Stollenzug

Wer zudem seinen Medikamentenverbrauch nachhaltig reduzieren will, sollte die Badehose im Urlaub einpacken und sich in Richtung Berginneres begeben. In Studien wurden langanhaltende, schmerzlindernde Effekte der sogenannten Radonwärmetherapie in ehemaligen Bergwerken bestätigt. Wer das natürliche Klima nutzen will, fährt im Rahmen einer ambulanten Kur mit einem Zug hinein in den Berg. Patienten nehmen das dort natürlich vorkommende Edelgas Radon über Haut und Lunge in niedrigen Mengen auf. Radon aktiviert entzündungshemmende Botenstoffe im Körper, lindert so Schmerzzustände und begleitende Beschwerden.



« Die fünf besten Reha-Tipps bei Morbus Bechterew Heute: « News