Donnerstag, 02. November 2017

Radon wirkt auf das Immunsystem

Natürliche Heilmittel sind stark im Kommen. Doch oftmals hängt der sanften Medizin aus der Natur der Ruf nach, dass die Wirkung nicht wissenschaftlich bewiesen sei. Das es auch anders geht, zeigt die Studienlage zur Wirksamkeit von Radon. Das natürlich in Quellen oder Heilstollen vorkommende Edelgas wird bereits seit über 100 Jahren für Heilzwecke angewandt. Die schmerzlindernde Wirkung dieser Radontherapien ist seit vielen Jahren nachgewiesen. Doch bisher gingen Experten davon aus, dass es sich dabei um einen symptomorientierten Effekt handelt, der den Krankheitsprozess nicht beeinflusst. Neue Studien belegen nun aber auch positive Wirkungen auf das Immunsystem und geben Hoffnung, dass die natürlichen Therapien auch auf die Ursachen der Erkrankungen wirken können.

In Heilstollen mit radonhaltiger Luft wie dem Gasteiner Heilstollen fahren jährlich viele tausend Patienten ein. Viele kommen mindestens einmal im Jahr, weil sie anschließend viele Monate ohne Rheuma-, Rücken- oder Gelenkschmerzen den Alltag meistern können. Diese schmerzlindernde Wirkung ist seit vielen Jahren wissenschaftlich belegt und wird nun durch eine neue Studie unterstrichen und teilweise erklärt: Drei wesentliche Wirkungen auf den Knochenstoffwechsel, auf das Immunsystem sowie auf das Schmerzempfinden wurden dabei erkannt.

 

  • So ließ sich nachweisen, dass der Spiegel eines Markers im Blutserum durch Radon gesenkt wird. Dies ist ein Hinweis darauf, dass sich der Knochenabbau reduziert.
  • Zudem steigert Radon den Anteil von bestimmten Immunzellen, die die Arbeit des Immunsystems dämpfen. Dies ist vor allem bei Erkrankungen wie Rheuma, bei denen ein überaktives Immunsystem Schäden im Körper verursacht, von großer Bedeutung.
  • Ein weiteres Immun-Protein, das aktive Immunzellen bilden, hingegen wird durch eine Radontherapie reduziert. Dieses Protein ist üblicherweise bei Patienten mit entzündlichen Erkrankungen erhöht und hat sich durch die Therapie wieder normalisiert. Zudem ist dieser Marker auch bei Schmerzen erhöht.

 

Damit zeigt die Studie, dass die Erfahrungen vieler Patienten vor allem mit Rheuma, Wirbelsäulen- und Gelenksproblemen auch auf molekularer Ebene eine wissenschaftliche Grundlage haben.



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