Dienstag, 11. August 2015

Morbus Bechterew: Lagerungstherapie auf Rollen kann Symptome lindern

Krummer Gang und gesenkter Blick – wer an Morbus Bechterew leidet, fürchtet insbesondere diese Spätfolgen der rheumatischen Erkrankung. Mit viel Bewegung und speziellen Übungen wie die Lagerungstherapie auf Rollen, lässt sich der knöchernen Versteifung der Wirbelsäule jedoch gut entgegenwirken – sofern Betroffene dies im frühen Stadium der Erkrankung beginnen.

Auch spezielle Bewegungstherapien und Kuren in Radonthermalstollen empfehlen sich beim Krankheitsbild Morbus Bechterew. Wissenschaftliche Studien bestätigen der sogenannten Radonwärmetherapie Erfolgsquoten zwischen 80 und 90 Prozent bei Morbus Bechterew. Die Radonwärmetherapie lindert Schmerzen sowie funktionellen Einschränkungen und senkt den Medikamentenverbrauch. Viele Patienten mit Morbus Bechterew, die regelmäßig eine Radonwärmetherapie durchführen, können dadurch bewegungserhaltende Übungen leichter durchführen. Die Radonwärmetherapie machen Patienten meist im Rahmen einer Kur, bei der sie mehrfach mit einem Stollenzug ins Berginnere fahren, in dem das Heilklima natürlich vorkommt.

Im Rahmen einer Kur lernen Betroffene auch begleitende Bewegungstherapien wie die Lagerungstherapie auf Holzrollen kennen, die Wirbelsäule und Brustkorb dehnt und sehr gute Erfolge hinsichtlich der aufrechten Haltung verzeichnet. Dokumentiert sind Vorher-Nachher-Effekte bis zu einer um 5 cm verbesserten Aufrichtung. Wer die Lagerungstherapie sechs bis acht Mal unter Aufsicht absolviert hat, kann sie auch selbstständig zu Hause durchführen.

Hier finden Sie eine Anleitung zur Lagerungstherapie auf Rollen.



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