Donnerstag, 20. Juli 2017

HWS-Syndrom: Radon übernimmt Arbeit von Medikamenten

Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich, die sich oft bei Bewegung verstärken, Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Schultern, Nacken oder Arm, Kopfschmerzen, Schwindel, Seh- oder Hörstörungen – das HWS-Syndrom hat viele Gesichter. Es entsteht durch Schädigungen der Nervenwurzeln verursacht durch Verschleiß oder Verletzungen. Oftmals stehen schmerzstillende Medikamente ganz oben auf dem Therapieplan. Wer aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen auf eine medikamentöse Schmerztherapie verzichten möchte, findet Alternativen in Kälte- und Wärmebehandlungen oder auch in Therapien mit Radon.

Unsere sehr bewegliche Halswirbelsäule (HWS) besteht aus den sieben obersten Wirbeln der Wirbelsäule und ihren Bandscheiben. Oftmals wird sie durch Fehlhaltung überstrapaziert, vor allem bei Menschen mit sitzenden Tätigkeiten. Verhärten dadurch auch Muskeln neben der Wirbelsäule, schränkt das die Beweglichkeit des Kopfes stark ein. Halten Beschwerden mehr als drei Monate an, sprechen Fachärzte von einem chronischen HWS-Syndrom. Wer sich aufgrund der Schmerzen schont, riskiert eine Verschlimmerung der Beschwerden, denn körperliche Aktivität fördert die Durchblutung und damit den Abtransport schädlicher Substanzen und sorgt zusätzlich für eine bessere Nährstoffversorgung und Entspannung der Muskulatur. Ohne Bewegung entsteht ein nicht enden wollender Kreislauf aus Schmerzen, Schonung, Schmerz-Verschlimmerung und weiterer Schonung.

Deshalb sollte beim HWS-Syndrom immer eine Schmerzlinderung erfolgen. Wer auf Medikamente lieber verzichtet, kann es mit Wärme- oder Kältebehandlungen versuchen. Auch die sogenannte Radonwärmetherapie, sie basiert auf den Wirkfaktoren Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Aufnahme von Radon, hilft vielen Patienten. Das tropisch-feuchte Klima, ruft beim Patienten ein sogenanntes therapeutisches Fieber hervor. Dieser Temperaturanstieg ist erwünscht, denn daraufhin weiten sich die Blutgefäße, die Durchblutung erhöht sich und verhärtete, schmerzende Muskeln entspannen sich. Zusätzlich verbessert die leichte Überwärmung des Körpers die Radonaufnahme. Im Organismus setzt das Edelgas milde Alphastrahlen frei, die den Job übernehmen, den sonst nicht steroidale Antirheumatika und andere Medikamente machen: Sie lindern Schmerzen. Zudem regen sie Zellreparaturmechanismen an und aktivieren heilungsfördernde und entzündungshemmende Botenstoffe. Patienten bestätigen nach einem Kuraufenthalt im Radonthermalstollen eine deutliche Schmerzlinderung über mehrere Monate sowie eine verbesserte allgemeine Befindlichkeit. Außerdem fällt es Betroffenen infolge der Schmerzlinderung leichter, sich zu bewegen und jeder kann so täglich selbst zu seiner Schmerzfreiheit beitragen.



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