Dienstag, 11. April 2017

Fibromyalgie: Raus aus der Schmerz- Depression-Spirale

Fibromyalgie ist eine rätselhafte Krankheit. Übersetzt bedeutet sie so viel wie Faser-Muskel-Schmerz. Sie zeigt sich durch ständige, heftige Schmerzen in Muskeln, Sehnen, Gelenken, Armen oder Beinen. Für Betroffene zusätzlich belastend ist, dass sich die Krankheit nicht durch Labor- oder Röntgenuntersuchungen nachweisen lässt. Daher dauert es oft Jahre, bis sie diagnostiziert wird. Von einigen Ärzten wird sie auch als „Einbildung“ abgetan. Studien zeigen darüber hinaus, dass jeder zweite zusätzlich unter einer Depression leidet. Beide Krankheiten treten manchmal unabhängig voneinander auf. Oft genug bedingen und verschlimmern sie sich aber gegenseitig. Einen ersten Schritt aus diesem Teufelskreis von Schmerz und Depression kann ein Kuraufenthalt sein.

Chronische Schmerzen beeinflussen erheblich die Lebensqualität. Depressive Verstimmungen wiederum wirken sich oft nachteilig auf die Schmerzwahrnehmung und Schmerzverarbeitung aus. Die schlimmen Auswirkungen der Fibromylagie-Schmerzen wiederum verstärken negative Gedanken und Überzeugungen und führen nicht selten dazu, dass soziale Kontakte und Aktivitäten eingeschränkt werden. Dies unterhält jedoch wiederum die Depression. Um dieser Spirale zu entkommen, kann ein mehrwöchiger Kuraufenthalt sinnvoll sein. Hier kann am besten eine individuelle Behandlungsstrategie entwickelt werden. Denn die Symptome äußern sich von Betroffenem zu Betroffenem oft völlig unterschiedlich und müssen individuell behandelt werden. Auch für die Bewältigung der Schmerzen, mit denen sich alle Betroffenen plagen, müssen individuelle Wege gefunden werden. Denn die Einnahme von Schmerzmitteln hilft nur bei 30 bis 40 Prozent der Patienten. An vielen Kurorten gibt es natürliche Heilmittel mit schmerzlindernden Wirkungen. Studien zeigen, dass 71 Prozent der Fibromyalgie-Patienten durch eine Radonwärmetherapie eine signifikante Schmerzlinderung erfahren, die viele Monate anhält. In den Heilstollen fahren Patienten mehrmals mit dem Zug ein und verbringen etwa eine Stunde auf den Therapiestationen, wo die Wirkfaktoren Radon, Wärme und hohe Luftfeuchtigkeit ihren therapeutischen Nutzen entfalten. Erfahrungen zeigen, dass die Radonwärmetherapie sich darüber hinaus äußerst positiv auf Medikamentenbedarf und das Erschöpfungsgefühl auswirkt. Viele Betroffene brauchen nach einer zweiwöchigen Kur sogar überhaupt keine Tabletten mehr. Ihnen geht es auch psychisch deutlich besser.



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