Dienstag, 17. Mai 2016

Chronische Schmerzen – Radon und Wärme helfen

Für Menschen mit chronischen Schmerzen stehen alternative, nebenwirkungsarme Therapien hoch im Kurs. Neben den klassischen naturheilkundlichen Schmerztherapien wie Akupunktur, Mentalfeldtherapie oder Wärmeanwendungen haben Studien einer alternativen Kur mit Radon und Wärme langanhaltende schmerzlindernde Effekte bestätigt.

Zur therapeutischen Nutzung fahren Schmerzgeplagte im Rahmen einer Kur mit einem Zug auf verschiedene Therapiestationen in ehemaligen Bergwerken. Patienten nehmen bei der sogenannten Radonwärmetherapie das dort natürlich vorkommende Edelgas Radon über Haut und Lunge in niedrigen Mengen auf. Radon setzt im Körper milde Alphastrahlen frei, die entzündungshemmende Botenstoffe aktivieren. Diese lindern Schmerzzustände und begleitende Beschwerden. Die Wirkung des Radons verstärkt sich zusätzlich durch den sogenannten Hyperthermie-Effekt. Zu diesem kommt es im Körper immer dann, wenn Temperaturen über 37,5 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit zusammentreffen. Dadurch steigt die Körperkerntemperatur der Patienten auf 38,5 Grad. In der Folge stellen sich die Blutgefäße weit, was zu einer besseren Durchblutung und Entspannung schmerzgeplagter Muskeln führt. Für das Krankheitsbild Morbus Bechterew, eine chronische, entzündlich-rheumatische Erkrankung, die zu einer zunehmenden Wirbelsäulenversteifung und unerträglichen Schmerzen führen kann, liegen Erfolgsquoten bei 80 bis 90 Prozent. Diese Wirkung hält oft bis zu neun Monate an. Zwar kann die Behandlung die Krankheit nicht heilen, es existieren heute aber zahlreiche Hinweise darauf, dass in den Körperzellen auch Reparaturmechanismen angeregt werden und dadurch der Krankheitsverlauf günstig beeinflusst wird. Doch der Hauptgrund, warum chronisch Kranke in den Heilstollen einfahren ist die deutliche Schmerzlinderung. Zudem gilt die Therapieform als nebenwirkungsarm. Damit hat die Therapie gegenüber den klassischen Schmerzmedikamenten einen entscheidenden Vorteil.



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