Mittwoch, 30. Juli 2014

Asthma – Allergenfreie Atemluft im Thermalstollen reduziert Anfälle

Beim Asthma handelt es sich um eine komplexe Erkrankung bei der zahlreiche genetische und umweltbedingte Faktoren zusammen wirken. Eine seit über 100 Jahren bekannte und wieder entdeckte Sonderform der Klimatherapie ist die Stollen- oder Höhlentherapie in Naturhöhlen oder einstigen Bergwerken. Die Radonwärmetherapie in ehemaligen Bergwerken nimmt unter den Klimatherapien wiederum eine Sonderstellung ein.

Zusätzlich zu den wohltuenden klimatischen Bedingungen tritt Radon natürlich aus dem Gestein aus. Im Körper wirkt Radon nachweislich immunstabilisierend sowie entzündungshemmend und spricht damit die Ebenen an, die Mediziner als Ursachen für die chronische Atemwegserkrankung ansehen.

Das im Radonthermalstollen vorherrschenden Klima wird durch einen weiteren Effekt für Asthmatiker interessant: Hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 37,5 Grad führen zum sogenannten Hyperthermie-Effekt, der im Körper eine Art gewünschtes therapeutisches Fieber auslöst. Diesem sprechen Experten die für Betroffene so wichtige, krampflösende Wirkung zu. Die für Stollen typische, besonders reine Atemluft trägt zusätzlich zur Erholung der Atemwege bei. Im Stollen wirken Gerölle, Felswände und haarfeine Gebirgsrisse unter der Erde als große natürliche Filter und befeuchten die an der Erdoberfläche eindringende Luft. Neben Pollen, Haaren, Fasern und anderen allergieauslösenden Substanzen fehlen außerdem krankmachende Pilze und Sporen. Diese stabile Luftreinheit mit fast völliger Schwebstaub- und Allergenfreiheit und die hohe Luftfeuchtigkeit wirken antiallergisch, entzündungshemmend, schleim- und krampflösend. Die zu 70 bis 100 Prozent mit Feuchtigkeit gesättigte Luft beruhigt darüber hinaus die Bronchialschleimhaut. Patienten berichten nach einer etwa dreiwöchigen Kur über eine nachhaltige Besserung der Symptomatik sowie deutlich geringeren Kortisonbedarf.

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