Dienstag, 16. Juni 2015

100.000. Morbus Bechterew-Patient im Gasteiner Heilstollen

Seit 1952 wird im Gasteiner Heilstollen das natürliche Klima für die Radonwärmetherapie genutzt. Jährlich nutzen etwa 14.000 Patienten dieses Klima zur Kur, im vergangen Jahr wurden über 80.000  Einfahrten gezählt. Fast ein Viertel der Kurgäste leidet unter Morbus Bechterew. Jüngst machte sich mit Manfred Heinschink der 100.000ste Morbus Bechterew-Patient auf den Weg in den Radonthermalstollen. Für den Wiener fast schon Routine: In diesem Jahr ist er bereits zum 46. Mal zur Kur ins Gasteinertal gefahren. Durchgeführt wird die Radonwärmetherapie meist in Form einer mehrwöchigen Kur im Radonthermalstollen mit etwa 10 Einfahrten á 60 Minuten auf verschiedenen Therapiestationen.
„Durch den Heilstollen habe ich meine Schmerzen zum Bremsen gebracht. Als ich 1986 das erste Mal zur Kur kam, konnte ich fast nicht mehr aus dem Auto aussteigen, jetzt sind Wanderungen und Spaziergänge wieder möglich“, erzählt der 71-Jährige. Wie Manfred Heinschink berichten viele Patienten nach einer solchen Kur über signifikante Schmerzlinderung und Verbesserung der Mobilität, die viele Monate anhält. Viele können ihre Schmerzmedikamente deutlich reduzieren oder gar absetzen. „Mir geht es immer deutlich besser nach einer Kur. Ich bin über etwa fünf Monate fast schmerzfrei und komme zweimal im Jahr zur Kur in den Gasteiner Heilstollen. Dadurch brauche ich auch weniger Medikamente“, resümiert Manfred Heinschink.

Mittlerweile stellt der Gasteiner Heilstollen das weltweit größte Therapiezentrum für die Behandlung von Morbus Bechterew dar. Die Erfolge der Radonwärmetherapie beruhen auf einer Kombination aus leichter Überwärmung, hoher Luftfeuchtigkeit und Aufnahme von Radon. Gerade beim Krankheitsbild Morbus Bechterew ist die Wirksamkeit der Radonwärmetherapie durch viele Studien nachgewiesen und stellt eine gute Option zu herkömmlichen Therapien dar.



« Auch Sarkoidose-Patienten profitieren von Radon-Behandlungsserien « News