Rollen-Lagerung bei Morbus Bechterew Patienten

Als effektive und sanfte Version der Wirbelsäulen- und Brustkorbdehnung ergänzt die sogenannte Lagerungstherapie, modifiziert nach Schaarschuch und Haase, die Radonwärmetherapie bei Morbus Bechterew-Patienten. Für sie eignet sich ganz besonders die sogenannte „Lagerungstherapie auf Rollen“.

Liegt eine Rolle unter der Brustwirbelsäule und eine zwischen Kreuzbein und Steißbein, verspüren Morbus Bechterew-Patienten ein angenehmes Dehnungsgefühl. Wichtig für den Therapieerfolg ist die schmerzfreie Lage, sodass sich kein Muskel verspannt und keine Überstreckung der Halswirbelsäule entsteht. Therapeuten empfehlen, dies während der 15-20 minütigen Übung regelmäßig zu prüfen.

Für eine aufrechte Haltung Morbus Bechterew-Betroffener gilt die Rollen-Lagerung als äußerst wirksam. So dokumentieren Vorher-Nachher-Effekte eine um 3 cm bis 5 cm verbesserte Aufrichtung. Regelmäßige Rollen-Lagerung – ergänzt um kräftigende Übungen, die gewonnene Haltungsverbesserungen stabilisieren – kann der Vorwärtsneigung und Brustkorbstarre bei Morbus Bechterew entgegenwirken. Wer die Lagerungstherapie sechs bis acht Mal unter Aufsicht durchgeführt hat, kann sie in der Regel auch selbständig zu Hause durchführen.


Eine detaillierte Anleitung zur sicheren Anwendung der Lagerungstherapie bei Morbus Bechterew erhalten Sie hier.