Radonwärmetherapie verringert den Bedarf an TNF-Hemmern bei Spondylarthritis

Nach vielversprechenden Ergebnissen der Medizinischen Universität Innsbruck startete der Gasteiner Heilstollen im Sommer 2012 eine weiterführende Studie: Sie soll die Beobachtung, dass die Radonwärmetherapie bei rheumatischen Entzündungen der Wirbelsäule nicht nur den Bedarf an entzündungshemmenden Schmerzmitteln, sondern auch den Bedarf an sogenannten TNF-Hemmern senkt, wissenschaftlich absichern.

TNF-Hemmer wirken der fortschreitenden Gelenkzerstörung entgegen. Zugleich schwächen sie jedoch das Immunsystem und erhöhen dadurch das Risiko für schwere Infektionen und für die Entstehung bösartiger Tumore. Wissenschaftler der Universität Innsbruck stellten bei der Auswertung von detaillierten Krankenberichten den deutlichen Trend zu einem verringerten TNF-Hemmer-Bedarf bei Radonwärmetherapie-Patienten fest: Sie benötigten seltener Injektionen des Medikaments. Dadurch verringert sich ihr medikamentöser Gesamtbedarf und zugleich sinkt auch ihr Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen.

Weitere Studien in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Innsbruck sollen folgen.

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