Morbus Bechterew-Patientin Margitta

Schon bis zur Diagnose Morbus Bechterew vor 35 Jahren war es für mich ein langer, beschwerlicher Weg: Ärzte bescheinigten mir zunächst „nur“ Rückenprobleme. Dabei litt ich bereits seit einigen Jahren unter starken Schmerzen und Unbeweglichkeit in unterschiedlichsten Gelenken. Von den Brustwirbeln über die Lenden bis hin zu den Knöcheln – mein ganzer Körper wurde von der Krankheit in Mitleidenschaft gezogen. Der Hals war besonders betroffen. Senken oder Drehen des Kopfes schienen mir zeitweise unmöglich.

An Autofahren war nicht zu denken. Ich schlief keine Nacht durch und musste mich aufgrund der gravierenden Morgensteifigkeit sogar von meinem Mann anziehen lassen. Selbst das Atmen fiel mir schwer. Nachdem mein Hausarzt Morbus Bechterew diagnostiziert hatte, traf mich der nächste Schlag: Sein Hinweis auf die Unheilbarkeit und fehlende Therapiemöglichkeiten nahmen mir jeden Lebensmut. Ein Kuraufenthalt und die verordneten Tabletten machten alles noch schlimmer. Cortison half mir nur kurzfristig, Antirheumatika lösten eine Medikamentenallergie mit heftigen Hautreaktionen aus. Jeder Tag wurde mir zur Qual. Auf Empfehlung eines Bekannten machte ich schließlich 1982 meine erste Radonwärmetherapie im Gasteiner Heilstollen. Mit Erfolg: Die Schmerzen ließen merklich nach, ich fand erstmals wieder Ruhe im Schlaf und brauchte keine Tabletten mehr. Seitdem fahre ich jedes Jahr im Sommer nach Österreich in den Gasteiner Heilstollen und fiebere schon Wochen vorher meinem nächsten Aufenthalt entgegen. Dank regelmäßiger Radonwärmetherapie fühle ich mich mittlerweile wieder richtig wohl. Heute kann ich die Berge besteigen, die ich früher nur aus der Ferne bestaunen konnte und genieße die Höhenluft in vollen Zügen.

Margitta wurde im Gasteiner Heilstollen behandelt.